Workshop „Laugh ’n‘ Learn“ – Ein Blick hinter die Kulissen der Filmproduktion

Workshop Laugh n Learn

Am Donnerstag dem 25.06.2026 fand in der Aula am Silverberg Gymnasium von der ersten bis zur sechsten Stunde, ein Workshop für die neunten, zehnten Klassen und die Q1 statt. Den Schüler*innen wurde ein Einblick gegeben wie so ein Dreh einer TV- Show abläuft und mit welchen Aufwand das verbunden ist.

Es ist 8 Uhr morgens, und die neunte Jahrgangsstufe findet sich in der Aula ein. Die beiden Darstellerinnen Hannah und Lilith bereiten sich bereits vor und heißen uns herzlich willkommen. Sie erklären uns, dass sie momentan mit dem Theaterstück „The Ridiculous Rhyme Show“ durch Deutschland reisen und zusätzlich den Workshop „Laugh ’n‘ Learn“ anbieten. Die beiden kommen aus dem Vereinigten Königreich (United Kingdom, UK) und arbeiten für die BBC (British Broadcasting Corporation).

Im Laufe des Workshops erklärten Hannah und Lilith, wie eine Filmproduktion aufgebaut ist und was hinter den Kulissen passiert. Mithilfe von echtem Filmequipment zeigten sie uns, welche Personen an einer Produktion beteiligt sind und welche Aufgaben sie übernehmen. Später durften einige Schülerinnen und Schüler diese Rollen sogar selbst ausprobieren.

Grundsätzlich entsteht ein Film in drei Phasen. Die erste Phase heißt Pre-Production. Hier wird der Film oder die Show geplant, das Drehbuch geschrieben und alles vorbereitet. Die zweite Phase ist die Production. In dieser Phase werden die Szenen gedreht und die Aufnahmen gemacht. Die dritte und letzte Phase nennt sich Post-Production. Hier wird das aufgenommene Material geschnitten, bearbeitet und zum fertigen Film zusammengesetzt.

Hannah und Lilith konzentrierten sich vor allem auf die zweite Phase, also die Production. Sie stellten die verschiedenen Rollen am Filmset vor und erklärten, welche Aufgaben die einzelnen Personen übernehmen.

Ein Beispiel dafür ist die Kamera-Crew. Pro Kamera arbeiten meist zwei Personen zusammen. Eine Person bedient die Kamera und sorgt dafür, dass die gefilmte Person oder das Objekt richtig im Bild zu sehen ist. Die andere Person kümmert sich darum, dass das Bild scharf ist und die technischen Einstellungen wie Fokus, ISO-Wert und Belichtung stimmen. Genau diese Aufgaben wurden uns anhand des Equipments erklärt. Außerdem erzählten die beiden, woher der bekannte Ausruf „Cut!“ stammt, mit dem Regisseurinnen und Regisseure eine Szene beenden. Der Begriff kommt aus der Zeit, als Filme noch auf echten Filmstreifen aufgenommen wurden. Nach den Dreharbeiten wurden die einzelnen Aufnahmen tatsächlich mit einer Schere geschnitten („to cut“) und anschließend wieder zusammengeklebt. Deshalb hat sich das Wort „Cut!“ bis heute als Zeichen für das Ende einer Aufnahme erhalten.

Nachdem uns erklärt worden war, wie ein Filmset funktioniert und welche Aufgaben es dort gibt, wurden verschiedene Schülerinnen und Schüler aus dem Publikum auf die Bühne gebeten. Dort konnten sie die vorgestellten Rollen selbst übernehmen. So gab es Verantwortliche für Kamera, Licht, Ton und Maske. Auch die Schauspielerinnen und Schauspieler wurden von Schülerinnen und Schülern dargestellt.

Anschließend führten die Schauspieler eine kurze Szene auf, die Hannah zuvor hinter der Bühne mit ihnen eingeübt hatte. Der Director saß gemeinsam mit dem Produzenten vor der Bühne und entschied anschließend, ob die Szene gelungen war oder nicht. Danach wurde dieselbe Szene ein zweites Mal gespielt, diesmal mit einigen Veränderungen, zum Beispiel anderem Licht oder zusätzlicher Musik. So konnten wir direkt erleben, wie stark solche Details die Wirkung einer Szene beeinflussen können.

Danach war der Workshop auch schon vorbei.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieser Workshop großartig war. Die Schülerinnen und Schüler bekamen einen spannenden Einblick in die Welt der Film- und Fernsehproduktion und konnten erleben, wie viel Arbeit hinter einer einzigen Szene steckt. Besonders positiv war, dass Hannah und Lilith sehr freundlich waren und in einem klaren und verständlichen Englisch gesprochen haben. Dadurch konnten auch Schülerinnen und Schüler mit geringeren Englischkenntnissen dem Workshop gut folgen.

Ein besonderer Dank geht außerdem an Frau Vo, die den Workshop organisiert und begleitet hat. Ich hoffe, dass auch die zukünftigen neunten Klassen die Möglichkeit bekommen werden, an diesem Workshop teilzunehmen. Solche Veranstaltungen machen den Schulalltag abwechslungsreicher und zeigen auf spannende Weise, wie Wissen auch außerhalb des normalen Unterrichts vermittelt werden kann. Sie sorgen dafür, dass der Schulalltag lebendiger wird und bringen eine willkommene Abwechslung zum regulären Unterricht.

Website des Workshops: https://www.laughnlearn.co.uk/

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