Hilfe für die Blasorchester-AG durch den Schulausschuss?

Am Dienstag, dem 16.06., tagte im Rathaus in Kaster um 19 Uhr der Schul- und Bildungsausschuss mit Vertretern der Schulleitung unserer und benachbarter Schulen, Fraktionsmitgliedern, interessierten Bürgern und einigen Mitgliedern unserer Schülervertretung, an dem auch wir als Vertreter der Redaktion teilnahmen. Der Grund für unseren Besuch dort war ein die Blasorchester-AG betreffendes Problem an unserer Schule, dass wir dem Schulausschuss mit Hoffnung auf dessen Kenntnisnahme und Unterstützung gerne vortragen wollten.

Dabei handelt es sich um ein Problem, das durch das Ende der Kooperation der Musikschule LaMusica mit unserer Stadt vor einiger Zeit entstand. LaMusica richtete einige Musikangebote in unserer Stadt aus, eines davon eben die Blasorchester-AG unserer Schule, deren Leiter Herr Kovermann ist. Der AG stellte LaMusica Instrumente für alle interessierten und partizipierenden Schüler, die von Zeit zu Zeit notwendige Instrumentenwartung und zwei Musiklehrer, Herr Clemens und Herr Gössl. Für dieses Gesamtpaket bezahlten die Teilnehmenden 38,50 € monatlich. Nun aber haben die beiden sich eigentlich schon im Rentenalter befindenden Instrumentallehrer glücklicherweise Direktverträge mit den Eltern der Schüler abgeschlossen, um eine Fortführung des Orchesters gewährleisten zu können. Was die von der Musikschule gestellten Instrumente angeht, so haben ein Großteil der Schüler Instrumente von ihren Eltern finanziert bekommen, während ein anderer Teil vom Förderverein oder aus Herrn Kovermanns privatem Fundus Instrumente gestellt bekam.

Da die AG aufgrund dieser Faktoren momentan funktioniert, hatten aus unserer Sicht viele im Schulausschuss und auch innerhalb unserer Schule die Annahme, die Problematik, die vorher schon wegen eines Besuches von Herrn Kovermann im Ausschuss bekannt war, wäre geklärt und nicht mehr vorhanden. Dies ist allerdings nicht der Fall, was mehrere Gründe hat. Zum einen sind die genannten Musiklehrer beide schon im Rentenalter, was die Frage aufwirft, wie lange sie sich noch dazu bereit erklären, die Schüler zu unterrichten. Schließlich können wir nun als Schule nicht mehr erwarten, dass LaMusica nach Abgang der jetzigen Lehrer neue stellt. Zudem lässt sich nicht erwarten, dass jeder Schüler, der die nächsten Jahre Teil des Orchesters sein will, die für ein Instrument nötigen finanziellen Mittel hat oder dass Herr Kovermann weiter seine eigenen Privatinstrumente vergibt: es fehlt ergo an Instrumenten. Darauf hat Herr Kovermann in einem Hintergrundgespräch mit uns nach der Ausschusssitzung ausdrücklich hingewiesen. Hinzu kommen noch die Schüler, die die AG nur einmal ausprobieren wollen und dafür für einige Stunden auch ein Instrument bräuchten.

Von dieser Problematik erfuhren wir als erstes vor einigen Monaten in der Schule, als Sammellisten für eine Petition wegen LaMusica herumgingen. Danach haben wir uns mit dem Thema beschäftigt und einige Gespräche mit dem betroffenen Lehrer und Leiter der Orchester-AG, Herrn Kovermann, geführt, der uns über die Lage aufklärte. Als nächstes stellte sich nun die Frage, wie wir der AG helfen können. Also griffen wir auf das uns bekannte Angebot des Bürgermeisters zurück, im Schul- und Bildungsausschuss als Schüler mit Anliegen diese einfach mit der Aussicht auf Hilfe in den Möglichkeiten der Stadt präsentieren zu dürfen.

Nach Absprache mit dem Vorsitzenden des Ausschusses, Herrn Brunken, fanden wir uns bereits um 17:15 Uhr im Rathaus ein, um ihm besagte Problematik bereits etwas näher zu bringen, um etwaige Missverständnisse zu vermeiden. Nach einem Gespräch in seinem Büro machten wir uns zum Sitzungssaal auf, in dem der Ausschuss stattfand. Unser Vortrag lief unter dem Punkt „Anträge der Schülerschaft“ in der Tagesordnung, in dem zuerst auch unsere Schülervertretung Rückfragen zu einer in der letzten Sitzung von ihr ausgesprochen Bitte stellte. Danach waren wir als Zeitungsredaktion an der Reihe, unser Anliegen vorzubringen.

Mit diesem Thema sind wir zum Schulausschuss gegangen, nicht um direkt eine klare Antwort zu bekommen, sondern um auf das Problem aufmerksam zu machen, das laut einigen Mitgliedern des Ausschusses, mit denen wir nach der Sitzung noch gesprochen haben, ihrer Überzeugung nach tatsächlich schon gelöst war.

In unserem Gespräch vor der Sitzung deutete Herr Brunken an, dass die nun nicht mehr genutzten Geldmittel, die ehemals für LaMusica gedacht waren, nun für Instrumente genutzt werden könnten. Wir haben seine Aussagen so verstanden, dass unsere Schule schon Möglichkeiten für finanzielle Unterstützung durch die Stadt hätte, diese aber bei diesem Aspekt nicht genügend wahrnehme. Dieser Aspekt wurde unserer Meinung nach während der Ausschusssitzung nicht mehr erwähnt. Hier wurde lediglich gesagt, dass die Problematik bekannt sei und an einer Lösung gearbeitet werden würde.

Nach der Sitzung fragten uns einige Mitglieder des Schulausschusses, ob wir mit der erteilten Antwort zufrieden seien. Nun wissen wir recht genau, dass eine direkte Lösung kaum zu erwarten war. Und diese hat es auch nicht gegeben. Wir können also nur hoffen, dass an einer Lösung gearbeitet wird – und selbstverständlich werden wir nach den Ferien nachfragen.

Auf unserer Schulwebsite findet ihr zudem einen Artikel von Frau Pourrezaie-Khaligh, in dem sie die von der Schülerschaft, also der SV und uns, vorgetragenen Themen erläutert.
(Schülerinnen und Schüler des Silverberg-Gymnasiums erneut im Schul- und Bildungsausschuss | Silverberg-Gymnasium Bedburg)

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