Seit dem Jahr 2009 findet jedes Jahr im August die sogenannte Gamescom, das weltweit größte Gaming Event, in der Köln Messe in NRW statt. Von dem Testen neuer Videospiele bis hin zu Cosplay Areas hat die Gamescom eine riesige Vielfalt an Aktivitäten zu bieten. Dieses Jahr konnte man sie vom 26. bis zum 30. August besuchen. Doch was ist denn überhaupt die Gamescom, wie ist sie entstanden und wie läuft sie ab?

 

Die Gamescom ist ein Gaming Event, wo Entwickler, Fachbesucher und hundert- tausende von Fans und Zuschauern sich aus aller Welt auf der Köln Messe versammeln.  2026 gab es um die 370.000 Besucher. Vor der Gamescom, von 2002 bis 2008, gab es die sogenannte Games Convention in der Messe Leipzig. Der große Erfolg führte aber zu Platzmangel, weswegen das Event seit 2009 als heutige Gamescom in der Köln Messe weitergeführt wird.

Am Dienstag, dem 26., war Opening Night Live, die traditionelle Eröffnungshow am Vorabend, wo zahlreiche Trailer und Gameplay-Enthüllungen zu neuen Videospielen veröffentlicht wurden und Talks mit prominenten Gästen stattfanden. Mittwoch morgens gab es exklusiv Zugang für Presse, Creators und Fachbesuchende. Privatbesuchende hatten nur mit einer stark limitierten, teuren „Wildcard“ ab dem Nachmittag Zutritt. Vom Donnerstag, dem 27.8., bis zum Sonntag, dem 30.8., konnten alle Fans die Gamescom besuchen.  Im Vorhinein musste man sich aber früh genug ein Ticket (zu einem Preis von 31,50€ bzw. 22,50€ für Schüler, Studierende oder Senioren über 65 Jahre) online bestellt haben. Das Mindestalter für den Besuch der Gamescom ist 12. Dem Alter entsprechend bekommt man eins von drei Bändern zu Beginn des Besuchs. Das erste, ein grünes, ist für Kinder, die zwischen 12 und 15 Jahre alt sind. So konnte ich selbst nur Spiele ausprobieren, die für diesen Altersbereich zugelassen sind, wie beispielsweise Minecraft Dungeon 2 oder auch das neue FC 27. Ab einem Alter von 16 Jahren hat man mit dem blauen Band Zugang zu Spielen wie Tomb Raider oder 007 First Light, und ab 18 Jahren kann man mit dem roten Band alle Bereiche des Events besuchen.

 

Doch die Gamescom ist nicht nur ein Gaming Zentrum. Insgesamt gab es 11 Hallen; unterschiedliche Bereiche mit unterschiedlichen Aktivitäten und Interessen. In der ersten Halle konnte man die Event Area finden, wo Quiz und Spiele gespielt wurden und Auftritte stattfanden. Die Hallen 2-4 gehörten zur Business Area, wo lediglich Fachbesuchenden Eintritt gestattet war. In Halle 5 war dann das Cosplay Village und Merchandise zu finden. Hier konnte man Merchandise von vielen Videospielen, Anime-Charakteren und vielem mehr, beispielsweise Sonic und Mario, finden. Ich persönlich hatte das Glück, zwei Creators von Brawlstars dort anzutreffen, mit denen ich auch ein Foto aufnahm und deren Autogrammkarten bekam. Im Cosplay Village stellte die Mehrheit der Kostüme Anime Mädchen oder Videocharaktere aus den Spielen Helldivers 2, Halo und Call of Duty dar, mit vielen von denen ich auch Fotos gemacht habe.

Das meiner Meinung nach Beste der Gamescom 2026 fand aber in Hallen 6-9, und teils in Halle 10 statt. Hier gab es Verlosungen, das Anspielen von Games, Meetings mit berühmten Personen und vieles mehr; auch habe ich hier eine Tastatur und andere kleinere Dinge wie Stifte, etc., gratis bekommen. Weiterhin habe ich dort Spiele wie Minecraft Dungeon 2 und FC 27 ausgetestet. Außerdem konnte ich dort viele berühmte Personen wie LetsHugo und Castcrafter treffen und machte sogar mit dem Schauspieler von Micheal aus GTA 5, Ned Luke, und GilluaGil, der in seinen Videos über den Islam informiert, Fotos sowie bekam deren Autogramme. Zwar musste ich für mein Treffen mit Ned Luke über 2 Stunden warten, hatte aber die Möglichkeit, mit einem weiteren Cosplayer ein Foto zu schießen und die neue ROG-Konsole auszuprobieren. Die letzte Halle, die ich besuchte, war Halle 10, in der es nur um Retro- und Indie Spiele ging. Retro-Spiele sind klassische Spiele aus der früheren Zeit, wozu das erste „The Legend of Zelda“ oder auch Mario 64 gehören. Indie Spiele wie Hollow Knight, Silksong oder Minecraft heißen so, weil sie von kleinen Teams oder einzelnen Personen ohne finanzielle oder inhaltliche Vorgaben von großen Konzernen entwickelt worden sind. Die 11. Halle, teilweise Signing Area, war ein Bereich, wo sich verschiedene Creators aufhielten, deren Autogramme man erhalten konnte. Diese Halle war während meines Besuches für uns jedoch nicht von großer Relevanz.

Außerdem bot auch die Gastronomie eine riesige Vielfalt. Von warmen Brezeln und leckeren Crepes, bis hin zu Hänchen-Burritos und frittiertem Burger (was zwar komisch klingt, aber dennoch definitiv einen Besuch wert ist), gab es eine große Auswahl. Und zur Erfrischung konnte man sich Slush Eis in einem von vielen Ständen um die Gamescom herum holen, mit einer Vielfalt von Sorten wie Cola und Himbeere. Zwar waren die Preise hoch, aber immerhin hat es geschmeckt. Insgesamt kann die Gamescom, besonders wenn man mit Freunden zusammen dort unterwegs ist, zu einem der besten und aufregendsten (Gaming-) Erlebnisse auf der Welt werden. Auch war es das erste Mal dort für mich, was die Wirkung des Erlebnisses umso verstärkte; ich würde es jedes Jahr wieder besuchen.

Shaheen Ennakua
Letzte Artikel von Shaheen Ennakua (Alle anzeigen)

Autoren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert